5 Dinge die beim zweiten Baby anders sind als erwartet

Erfahrung beim zweiten Kind

Das Anfängerlevel habt ihr erfolgreich gemeistert. Ein Baby am Arm und mit der anderen Hand staubsaugen ist für euch keine Herausforderung mehr. Gratulation! Dann seid ihr je bereit für Baby Stufe 2. Wir verraten euch was beim zweiten Kind anders wird, von A wie Aufmerksamkeit bis Z ähm R wie Ruhe. 🙂

Aufmerksamkeit

Beim ersten Baby kommen alle. Der Besucherstrom beginnt im Krankenhaus und scheint nicht enden zu wollen. Alle bringen Geschenke. Mama und Babymonster werden überhäuft mit Aufmerksamkeit. Jeder will das kleine Wunder sehen. Selbst die entfernteste Urstrumpftante schickt eine Karte zur Geburt.

Bei Baby Nummer 2 ist das schon ganz anders. Schließlich ist Babymonster nur die Miniversion von Monstermädchen. Keine große Sensation mehr. An Besuchern kommt nur „der harte Kern“ (Danke Mama!). Und Geschenke? Naja, anstandshalber kommt da schon mal ein Schnuffelhäschen oder ein paar Pralinen. Aber eigentlich braucht man ja nix, ist ja vom Monstermädchen noch alles da. Karten? Denkste! Während bei Baby Nummer eins noch über 20 Glückwunschkarten ins Haus flatterten bekam Mini gerade mal 7. Und die letzten drei auch nur weil Mama die gesamte Verwandtschaft nervt.

Achja. Bei Baby Nummer 4 kommt keiner mehr ins Krankenhaus, haben wir uns sagen lassen. Und Mama ist froh über die 3 Tage Ruhe. Karten gibt’s 0 und Geschenke sowieso keine, beim vierten Kind sollte die Babyausstattung doch wirklich schon komplett sein, nicht wahr?!

Freiraum

Babymonster Nummer 1 ist in einem eigenen Universum aufgewachsen. Es hat Platz und Raum sich zu entfalten. Kann in Ruhe seine Umwelt entdecken, immer behütet und begleitet von Mama. Monstermama hat Zeit sich exklusiv um das Baby zu kümmern. Du spielst liebevoll mit dem Minimonster, liest Gute Nacht Geschichten, ihr singt gemeinsam und auch sonst erfüllst du deinem kleinen Schatz jeden Wunsch.

Baby Nummer zwei wächst mit einem leicht gestörten Verhältnis von Privatsphäre auf. Während Minimonster nämlich selbst sehr wohl Freiraum braucht (und bekommt) hat sie umgekehrt wenig Verständnis dafür entwickelt dass auch andere diesen brauchen. Mama braucht schließlich Unterhaltung. Auch unter der Dusche.

Alleine ist Babymonster also eigentlich nie. Da wird gnadenlos gekuschelt und gestreichelt und geküsst. Egal ob Babymonster gerade beim Essen oder am schlafen bist. Die Gute Nacht Geschichte darf Babymonster quasi Second Hand mithören. Und zum Spielen hat Mama selten Zeit. Also ist die Spielzeit eher Alleinunterhalterzeit. Bis Monstermädchen kommt und sich dazugesellt.

Gesundheit

Monstermädchen war kerngesund. Das ganze erste Jahr nicht ein klitzekleiner Schnupfen. Beim ersten Kind wird noch penibel geputzt, im Bad steht jetzt eine Handseife die auch ja jeden Virus um die Ecke bringt und es gilt die 3 Sekunden Regel. Jede Tante mit einem Hauch von Halsschmerzen sagte aus Rücksicht auf das Minimonster den Besuch lieber ab. Man will den Zwerg ja nicht anstecken. Und hustende Bazillenschleudern werden mit dem Kinderwagen großräumig umschifft. Man weiß ja nie.

Mini war gerade mal 3 Tage Zuhause da hatte sie ihre erste dicke Erkältung. Kein Wunder. Monstermädchen ist eine wandelnde Bazillenschleuder und hochmotiviert jeden einzelnen Virus mit Babymonster zu teilen. Desinfektionsspray und Putzattacken? Keine Zeit. Schließlich ist da noch ein Kleinkind das betreut werden will. Also wird neben Fingerfarbenmalen und Steuererklärung aus der 3 Sekunden Regel mal eben die 30 Sekunden Regel. Und irgendwie ist es sowieso ein hoffnungsloses Unterfangen, denn einer ist sowieso immer krank.

Erfahrung

Beim ersten Kind hast du wirklich keinen Plan was du da eigentlich tust. Zwischen schlaflosen Nächten, angesabberten Klamotten und endlosen Runden mit schreiendem Baby am Arm durch das Wohnzimmer, das langsam aber sicher im Chaos versinkt versuchst du die Nerven zu bewahren.

Anziehen, Füttern, Baden. Alles Neuland. Und alles was das Baby macht oder nicht macht wird schnell im Internet nachgeschaut. Doch es wird besser. Und es ist nur beim ersten Babymonster so. Da trifft einen der Wahnsinn völlig unvermittelt.

Beim zweiten Kind ist alles anders. Du hast keinen Plan was du da eigentlich tust. Du weißt zwar wie man ein Baby füttert, badet und anzieht aber dieses Modell ist einfach ganz anders als das erste. Nur dieses Mal hast du keine Zeit im Internet zu googeln, denn da ist ja noch ein Minimonster. Bonuslevel sozusagen. 😀

Ruhe

Ja es gibt sie, die kostbaren Momente der Stille. Wenn das Baby selig schläft und man das kleine Wunder verliebt betrachtet. Diese friedlichen Augenblicke, in denen das Haus ganz still ist. Du warnst Besucher nur ja nicht zu klingeln und sowieso schleichst du nur auf Zehenspitzen durchs Haus. Falls du überhaupt wach bist. Schlafe wenn das Baby schläft. Sagen sie. Es ist das Mama Mantra. Und du machst es auch. Ach wie schön!

Bei Baby Nummer 2 kannst du nur schlafen wenn das Baby und das Monstermädchen schlafen. Zugleich. Das ist ungefähr so häufig der Fall wie dich der Blitz trifft. Außer du fährst die Monster im Auto spazieren. Da solltest du aber wirklich nicht schlafen.

Ansonsten ist es im Haus nie still. Zumindest nicht vor 22 Uhr. Eigentlich ist es ein Wunder das zwischen „Backe, backe Kuchen“ und Milchschnittenkrisen überhaupt irgendwer schläft.

Fazit: Der Schlaf wird weniger, die Ruhe auch. Das Chaos, dass bei einem Kind noch beherrschbar war nimmt langsam überhand. Was bleibt ist die grenzenlose Liebe zu dem Monsterkind, und zwar zu jedem einzelnen.

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