Badeponcho

Frühling liegt in der Luft. Und unsere Monstermäuse sind im Osterfieber. Passend dazu habe ich für unsere wöchentliche Schwimmstunde neue Badeponchos genäht.

Uroma ist 95 und immer noch fit. Sie hat auf mysteriöse Weise nie erschöpfende Vorräte an Frotteeware. Seit Jahrzehnten versorgt sie die ganze Familie. Und wir halten ihre Geschenke in Ehren. Aber mit der Zeit sind die Farben und Designs doch etwas aus der Mode gekommen… Um Oma Margas Frottee neues Leben einzuhauchen brauchte es ein bisschen Tüftelei. Und was rausgekommen ist sind zwei entzückende Ponchos im Hasenlook. Einmal Babysize (1Y) und einmal in Kleinkindgröße (3Y).

Ihr braucht:

  • Frottee (ca. 80 x 150 cm)
  • Jersey oder einen anderen dünnen Stoff (optional)
  • Schnittmuster für Kapuze und Ohren
  • passende Nähseide
  • Nähmaschine
  • Schere, Kreide, Stecknadeln oder Nähklammern
  • Druckknöpfe (2 – 4 Stück)

Ich habe mich entschieden die Ponchos zweifarbig zu machen – ein bisschen weil Omas Rosa doch ein bisschen seeehr rosa ist und zum anderen weil ich den Effekt liebe. Ihr könnt den Poncho natürlich auch nur aus Frottee nähen, dann müsst ihr die Kanten versäubern oder noch besser mit Schrägband einfassen.

Für die zweifarbige Variante schneidet ihr euch aus jedem Stoff jeweils 1x den Poncho, die Kapuze und 2 Ohren.

Ich habe meine Monstermäuse abgemessen und die Ponchos jeweils so genäht, dass sie gut bis vorne zum Armgelenk reichen und etwa knielang sind. So werden sie wohl noch eine Weile passen. Wär ja ärgerlich wenn sie im Sommer schon zu klein sind. 🙂

Für den kleinen Poncho ergibt das 65 x 90 cm und für den großen 76 x 120 cm. Unser Monsterbaby ist jetzt 1 Jahr und das Monstermädchen 3,5. Wenn ihr euch nicht sicher seit messt eure Kids einfach ab, aber ein Poncho muss auch nicht zentimetergenau passen. 😉

Wir fangen mit den Ohren an. der Teil ist der leichteste. Übertragt das Schnittmuster auf eure Stoffe und schneidet euch je 2 x das Hasenohr aus. Legt jeweils ein Frottee- und ein Außenstoffohr rechts auf rechts (das heißt die „schönen“ Seiten liegen aufeinander und ihr seht die „Rückseite“). Näht die Außenkante mit einem geraden Stich zusammen und wendet euer Ohr durch die offene schmale Seite.

Jetzt geht’s an die Kapuze. Es gibt zwei Varianten für die Kapuze. Der kleine Poncho hat eine ganz einfache Hoodiekapuze, für das Monstermädchen habe ich eine Kapuze in Wickeloptik genäht.

Legt euch den Stoff rechts auf rechts und übertragt das Schnittmuster für die Kapuze. Schneidet die Teile mit einem Zentimeter Nahtzugabe aus. Ihr habt nun 4 Kapuzenteile, ihr näht schließlich auch zwei Kapuzen. Im Prinzip.

Als erstes schließt ihr die hintere Naht und macht aus zwei Teilen eine Kapuze. Die zwei Kapuzen steckt ihr nun ineinander. Wieder rechts auf rechts, die Nähte schauen jeweils nach außen. Näht die beiden Kapuzen an der vorderen Kante zusammen. Nun könnt ihr das ganze wenden.

Die Kante habe ich noch mit einem simplen Geradstich abgesteppt. Schaut einfach schöner aus.

Jetzt müssen die Ohren dran. Markiert euch mit Schneiderkreide die Position und schneidet vorsichtig durch den außenliegenden Stoff. Die Ohren werden an der unteren Kante jeweils zur Mitte gefaltet. Weil das vielleicht nicht ganz so genau ausfällt messt ihr am Besten nochmal nach. Der Schlitz in der Außenkapuze sollte der Breite des gefalteten Ohres entsprechen.

Steckt euch das Ohr fest, wendet die Kapuze und näht mit einer geraden Naht Ohr und Kapuze zusammen. Von Außen schaut das dann so aus.

Prima. Jetzt geht’s an den Poncho. Schneidet je 1x aus jedem Stoff das Rechteck für den Poncho zu. Bei der Variante für unser Monstermädchen sind das 78 x 122. So ist der Poncho später 60 cm lang.

Faltet den Stoff zur Hälfte (so wie er später getragen wird) und markiert euch an der Bruchkante die Mitte. Messt euch für den Halsausschnitt von der Mitte je 13 cm (bzw. 12 cm bei Babysize) nach links und rechts und schneidet einen Schlitz von Markierung zu Markierung. Der Halsausschnitt ist am Ende 26 cm (bei der Babyvariante 24 cm – soll ja leicht an- und auszuziehen sein).

Nun wird es kniffelig. Die Kapuze muss an den Poncho. Es gibt zwei Möglichkeiten: Ihr näht die Kapuze zwischen die beiden Stofflagen, wendet das Ganze und schließt die Außenkante. So könnt ihr die Kapuze wunderbar verdeckt einnähen und habt keine sichtbare Naht. Schick!

Dafür ist das Zusammennähen der zwei Lagen des Ponchos mühselig. Ihr könnt ja nicht mehr alles rechts auf rechts wenden weil euer Stoff in er Mitte fest verbunden ist. Seite für Seite und mit ein bisschen gefummel geht’s aber ganz gut.

Variante zwei: Ihr näht zuerst die zwei Lagen rechts auf rechts rundherum zusammen (lasst eine kleine Wendeöffnung offen!). Poncho wenden und Wendeöffnung schließen. Am Ausschnitt faltet ihr beide Stoffkanten nach innen und legt die Kapuze zwischen die Stofflagen. Nun könnt ihr alle vier Lagen Stoff rundherum absteppen.

Nun könnt ihr die Kante des Ponchos noch Absteppen und an den Seiten 2 – 4 Druckknöpfe anbringen, so flattert euer Poncho am Hasenkind nicht so herum.

Ist das Ergebnis nicht einfach entzückend? Viel Spaß beim Nähen!

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